Komet C/2006 P1 (McNaught)

Am 12. Januar bewegt sich der Komet C/2006 P1 (McNaught) im Perihelbereich seiner Umlaufbahn um die Sonne, d. h. er passiert dabei seinen sonnennächsten Punkt (1/6 der Distanz Erde-Sonne). Mit dem Fernglas erreicht der Schweif etwa 4 Grad, für das unbewaffnete Auge kann davon etwa 1 Vollmonddurchmesser wahrnehmen.

Während dem Periheldurchgang kann C/2006 P1 mit bloßem Auge beobachtet werden. Seine Helligkeit hat inzwischen –2 mag überschritten, mit noch steigender Tendenz. Er steht jedoch in nur geringem Winkelabstand zur Sonne. Die letzte Chance, ihn am Morgenhimmel zu erwischen, besteht am 11. 1., die Abendsichtbarkeit endet am 12. Januar.

Kometen sind kleine "Gesteinsbrocken" im Sonnensystems, die sich auf sehr aussergewöhnlichen Bahnen bewegen. Ein einzelner Körper ist daher nur sehr selten zu beobachten, oftmals ist die bahn so exzentrisch, dass nur eine einzige Annäherung an die Sonne erfolgt und das Objekt für immer in der tiefe des Weltallss "verschwindet". In der Summe gibt es aber soviele Kometen, dass praktisch jede Nacht - mit entsprechender optischer und fotografischer Ausrüstung - eine Beobachtung möglich ist.  

Kometen wurden in der Geschichte der Menscheit oftmals als Vorboten des Schicksals angesehen, weswegen sie gefürchtet wurden.

Wer keine Zeit bzw. keinen geeigneten Himmel "zur Verfügung" hat, der kann sich u.a.  aktuelle Photos der SOHO Raumsonde ansehen: http://sohowww.nascom.nasa.gov/hotshots/

Nachtrag vom 23.01.2007

Wetterbedingt waren Beobachtungsversuche von McNaught in unseren Breiten selten erfolgreich. .
Eine besonders gelungene Aufnahme findet sich aber bei den "Astronomical Pictures of the Day ".

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